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Großkaliber

Ab einer Kalibergröße von 9 mm wird allgemein von Großkaliber gesprochen. Es gibt verschiedenste Disziplinen für Pistole und Gewehr. 


Die Sonnewalder Langwaffen-Pokale - Tradition und Moderne

Im Jahr 2013 suchten die Schützenfreunde Uwe Wifling und Reiner Hofmann Ideen, das Sportschießen noch attraktiver zu machen.

Es sollten Wettkämpfe sein, die sich außerhalb der strengen Wettkampfregeln des DSB bewegen. Zielgruppe waren natürlich die eigenen Vereinsmitglieder; der Platz sollte jedoch auch für Gäste anderer Vereine angezogen werden.

Die erste Idee war schnell ausgearbeitet: laß uns mit Kimme und Korn (offene Visierung) sowohl auf 100 m als auch auf 300 m schießen und die Resultate zusammenzählen. Zum Einsatz kommen ausschließlich Ordonnanz-Repetiergewehre, also Waffen, die tw. schon vor 100 Jahren in Armeen zum Einsatz kamen. Klassiker dieser Waffengattung: der  Karabiner K98.

Apropos Tradition: Namensgeber des „Lützow-Pokals“ war Freiherr Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Das Lützowsche Freikorps wurde der berühmteste deutsche Freiwilligenverband der Befreiungskriege. Die Farben der Lützowschen Uniform – schwarzer Stoff, roter Kragen und goldene Knöpfe – flossen in die Farbgebung der Nationalflagge Deutschlands ein. Der Schützenverein (auch Sportschützenverein oder Schützenbruderschaft) in seiner heutigen Form entstand im frühen 19. Jahrhundert im Gefolge der Napoleonischen Kriege. 

Vom ersten Pokalschießen an war der Wettkampf ausgebucht; Gäste kommen aus Dresden, Jüterbog, Zossen und weiteren entfernten Vereinen.

Abgerundet wird der Wettkampf durch sehr attraktive, mundgeblasene Pokale von Reiner. Zu einer Tradition wurde die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone zur Mittagspause.

2016 – zunehmend erfreuten sich Schützen an den neu zugelassenen Selbstladegewehren (Basis ist das M16 Gewehr der US-Streitkräfte oder die berühmte Kalaschnikow) wurde auch hierzu ein neues Format kreiert: der 5.56-Pokal. Namensgeber war das zu verwendende Kaliber 5,56 mm Nato Herausfordernd: 100-m-Schießen im Sitzen, kniend und im Stehen. Dann geht es auf die 300m-Bahn. Zielfernrohr ist hier empfohlen, jedoch nicht Pflicht. Wieder werten hochwertige Pokale in Form eines M16-Gewehres und eine gute Küche den Wettkampf auf.

Während der mehrstündigen Wettkämpfe wird gefachsimpelt, oder man nutzt zur Zeitüberbrückung die anderen Schießstände für ein kurzes Training.

Fazit: Pokalwettkämpfe erlauben sportliche Vielfalt und lassen Schützenvereine überregional zusammenrücken.

Im Übrigen – das Schützenwesen in Deutschland wurde im Dezember 2015 von der UNESCO-Kommission und der Kultusministerkonferenz als Immaterielles Kulturerbe erklärt.

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